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Stonogobiops dracula + Alpheus randalli

Product information "Stonogobiops dracula + Alpheus randalli"

Die Kombination aus Stonogobiops dracula und Alpheus randalli gehört zu den faszinierendsten Symbiosen, die sich in einem Meerwasseraquarium beobachten lassen. Die auffällig gezeichnete Dracula-Wächtergrundel lebt dabei in enger Gemeinschaft mit Randalls Knallkrebs. Beide Tiere profitieren voneinander und zeigen im Aquarium ein außergewöhnliches natürliches Verhalten.

Stonogobiops dracula besitzt eine helle bis weiße Grundfärbung mit kräftigen roten bis rotbraunen Querbändern und dunklen Zeichnungselementen. Die kontrastreiche Färbung macht die relativ kleine Grundel zu einem auffälligen Bewohner des Riffaquariums.

Alpheus randalli ist ein vergleichsweise kleiner Knallkrebs mit einer ebenfalls attraktiven rot-weißen Zeichnung. Charakteristisch ist die deutlich vergrößerte Schere, mit der der Krebs das für Knallkrebse typische Geräusch erzeugen kann.

Das Besondere an diesem Angebot ist die Kombination beider Tiere. Grundel und Knallkrebs können im Aquarium eine enge Symbiose eingehen: Alpheus randalli baut und unterhält ein verzweigtes Höhlensystem im Bodengrund, während Stonogobiops dracula den Bereich vor dem Eingang bewacht.

Der Knallkrebs verfügt nur über ein eingeschränktes Sehvermögen und hält deshalb außerhalb der Höhle regelmäßig mit seinen Antennen Körperkontakt zur Grundel. Die Grundel beobachtet aufmerksam die Umgebung und warnt den Krebs bei einer möglichen Gefahr. Bei einer Störung ziehen sich beide Tiere innerhalb kürzester Zeit gemeinsam in ihre Höhle zurück.

Zur aquaristischen Haltung:

Für die erfolgreiche Haltung von Stonogobiops dracula und Alpheus randalli ist ein geeigneter Bodengrund besonders wichtig. Der Knallkrebs benötigt ausreichend Material, um ein stabiles Höhlensystem anzulegen. Ideal ist eine Mischung aus Sand (the Sand)mit unterschiedlichen Korngrößen und kleineren Steinchen beziehungsweise Korallenbruchstücken.

Ausschließlich sehr feiner Sand bietet dem Knallkrebs häufig nur begrenzte Möglichkeiten, stabile Höhlen zu errichten. Kleinere Steinchen, Muschelstücke und geeigneter Korallenbruch können als Baumaterial verwendet werden und ermöglichen Alpheus randalli, die Eingänge und Tunnel seines Höhlensystems zu stabilisieren.

Der Riffaufbau muss unbedingt standsicher errichtet werden. Größere Steine sollten direkt auf einem stabilen Untergrund stehen und nicht lediglich auf einer dicken Sandschicht platziert werden. Da der Knallkrebs den Bodengrund intensiv bewegt und unter Steinen graben kann, könnten unsicher aufgebaute Riffstrukturen ansonsten unterhöhlt werden.

Nach dem Einsetzen beginnen die Tiere häufig relativ schnell mit der Suche nach einem geeigneten Standort. Hat Alpheus randalli einen passenden Bereich gefunden, kann innerhalb kurzer Zeit mit intensiven Grabungsarbeiten begonnen werden. Dabei wird Sand aufgenommen, aus der Höhle transportiert und rund um den Eingang neu verteilt.

Dieses Verhalten kann dazu führen, dass sich die Gestaltung des Bodengrundes regelmäßig verändert. Kleine Sandberge und neue Höhleneingänge gehören zum natürlichen Verhalten dieser Symbiose und sollten nicht ständig wieder eingeebnet werden.

Stonogobiops dracula hält sich nach erfolgreicher Eingewöhnung überwiegend unmittelbar am Höhleneingang auf. Häufig schwebt die Grundel nur wenige Zentimeter über dem Bodengrund und beobachtet aufmerksam ihre Umgebung. Alpheus randalli arbeitet währenddessen im Hintergrund kontinuierlich am gemeinsamen Höhlensystem.

Die Kombination benötigt keinen besonders großen freien Schwimmraum. Wesentlich wichtiger sind eine geeignete Bodenfläche, ein strukturierter Riffaufbau und ein ruhiger Bereich, in dem die Tiere ihre Höhle dauerhaft anlegen können.

Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigt sich Stonogobiops dracula normalerweise ausgesprochen friedlich. Aggressive oder stark territoriale Bodenbewohner sollten dagegen vermieden werden, da sie die Grundel aus ihrem bevorzugten Bereich verdrängen können.

Auch andere grabende Grundeln oder Knallkrebse können insbesondere in kleineren Aquarien zu Revierkonflikten führen. Werden mehrere Grundel-Knallkrebs-Symbiosen gepflegt, sollte entsprechend viel Bodenfläche mit räumlich voneinander getrennten Bereichen zur Verfügung stehen.

Die Ernährung der Dracula-Wächtergrundel sollte abwechslungsreich und überwiegend tierisch gestaltet werden. Geeignet sind kleine Frostfuttersorten wie Mysis und Cyclops sowie Zooplankton und andere kleine marine Futterorganismen.

Auch hochwertiges feines Granulatfutter kann von eingewöhnten Tieren angenommen werden. Das Futter sollte teilweise gezielt in der Nähe des Höhleneingangs angeboten werden, da Stonogobiops dracula seinen geschützten Bereich insbesondere während der Eingewöhnung häufig nur ungern weit verlässt.

Alpheus randalli nimmt unterschiedliche tierische Futterbestandteile auf. Kleine Stücke Frostfutter und sinkendes Futter werden häufig eingesammelt und in die Höhle transportiert. Bei der Fütterung sollte deshalb darauf geachtet werden, dass auch der Knallkrebs regelmäßig ausreichend Nahrung erhält.

Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Besonders bei einer Vergesellschaftung mit schnellen Futterkonkurrenten sollte kontrolliert werden, ob die Grundel ausreichend Nahrung aufnehmen kann.

Korallen werden von Stonogobiops dracula und Alpheus randalli normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Die Kombination eignet sich daher hervorragend für Riffaquarien. Zu beachten ist allerdings, dass der Knallkrebs beim Graben Sand bewegen und dadurch niedrig stehende Korallen oder Ableger teilweise mit Bodengrund bedecken kann.

Besonders wichtig ist ein zuverlässiger Springschutz. Stonogobiops-Arten können ausgezeichnet springen und insbesondere unmittelbar nach dem Einsetzen, bei Schreckreaktionen oder bei der Suche nach einem geeigneten Revier aus offenen Aquarien gelangen. Auch kleine Öffnungen im Bereich von Kabeln und Rohrleitungen sollten deshalb geschlossen werden.

Überläufe und andere technische Öffnungen sollten ebenfalls entsprechend gesichert werden. Gerade die kleine und schlanke Grundel kann durch überraschend enge Öffnungen gelangen.

Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, moderate bis abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Direkt am Höhleneingang sollte keine extrem starke Strömung vorhanden sein, damit der vom Knallkrebs angelegte Bodengrund nicht permanent verweht wird.

Lateinischer Name:
• Stonogobiops dracula
• Alpheus randalli

Deutscher Name:
• Dracula-Wächtergrundel
• Randalls Knallkrebs

Größe:
• Endgröße Grundel: ca. 6–7 cm
• Endgröße Knallkrebs: ca. 3 cm
• Aktuelle Größe Grundel: ca. 4 cm
• Aktuelle Größe Knallkrebs: ca. 2 cm

Aquariengröße:
• ab ca. 100 Liter
• ausreichend geeignete Bodenfläche erforderlich
• strukturierter Riffaufbau mit geschütztem Bereich für die Höhlenanlage empfohlen

Bodengrund:
• Sand mit geeigneter Körnung The Sand Bahama Nature , The Sand Bahama White
• unterschiedliche Korngrößen von Vorteil
• kleine Steinchen und Korallenbruch als Baumaterial anbieten
• ausreichend hohe Bodenschicht im Bereich der Höhle
• Riffaufbau unbedingt gegen Untergraben sichern

Temperatur:
• 24°C – 27°C

Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina
• hochwertiges Flockenfutter
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer

Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• geeigneter Bodengrund besonders wichtig
• sichere Gestaltung des Riffaufbaus erforderlich

Vergesellschaftung:
• faszinierende Symbiose aus Grundel und Knallkrebs
• gegenüber friedlichen Riffbewohnern gut verträglich
• aggressive und territoriale Bodenbewohner vermeiden
• bei weiteren Grundeln und Knallkrebsen ausreichend getrennte Reviere schaffen
• hervorragend für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt
• niedrig stehende Korallen können durch Grabaktivitäten mit Sand bedeckt werden
• Grundel gegen Herausspringen sichern
• Überläufe und technische Öffnungen absichern

Symbiose:
• Alpheus randalli baut und unterhält das gemeinsame Höhlensystem
• Stonogobiops dracula übernimmt die Funktion des aufmerksamen Wächters
• der Knallkrebs hält mit seinen Antennen regelmäßig Kontakt zur Grundel
• die Grundel warnt den Krebs vor möglichen Gefahren
• bei Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück
• das natürliche Zusammenleben lässt sich im Aquarium sehr gut beobachten

Hinweis: Stonogobiops dracula und Alpheus randalli bilden eine der interessantesten Grundel-Knallkrebs-Symbiosen für das Riffaquarium. Während Randalls Knallkrebs kontinuierlich am gemeinsamen Höhlensystem arbeitet, überwacht die Dracula-Wächtergrundel die Umgebung. Für eine erfolgreiche Haltung sind vor allem ein geeigneter Bodengrund mit zusätzlichem Baumaterial, ein absolut standsicherer Riffaufbau und eine zuverlässige Fütterung wichtig. Da Stonogobiops dracula insbesondere bei Schreckreaktionen sehr gut springen kann, empfehlen wir dringend eine lückenlose Abdeckung beziehungsweise einen geeigneten Springschutz.