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Munida sp - Langarm-Springkrebs

Product information "Munida sp - Langarm-Springkrebs"

Munida sp. – der Langarm-Springkrebs – ist ein außergewöhnlicher und ausgesprochen interessanter Krebstierbewohner für das Meerwasseraquarium. Die Tiere gehören zu den sogenannten Spring- beziehungsweise Galatheakrebsen und fallen besonders durch ihren flachen Körper, die langen Scherenarme und die auffällige Körperhaltung auf.
Trotz ihres krabbenähnlichen Erscheinungsbildes gehören Springkrebse nicht zu den Echten Krabben. Sie werden den Anomura zugeordnet und sind damit unter anderem mit Einsiedler- und Porzellankrebsen verwandt.
Besonders charakteristisch für Munida sind die langen, schlanken Scherenarme. Sie lassen die Tiere deutlich größer erscheinen, als es die eigentliche Körperlänge vermuten lässt. Hinzu kommen lange Fühler und ein meist kompakter Körper, der es den Tieren ermöglicht, sich schnell zwischen Riffgestein und in schmale Spalten zurückzuziehen.
Da die angebotenen Tiere als Munida sp. geführt werden, ist die genaue Art nicht abschließend bestimmt.
Munida-Arten kommen in unterschiedlichen Meeresregionen und Tiefenzonen vor. Viele Arten leben auf felsigem Untergrund und in strukturreichen Bereichen, in denen Spalten, Überhänge und andere geschützte Stellen als Rückzugsplätze genutzt werden.
Im Aquarium zeigt der Langarm-Springkrebs ein ausgesprochen interessantes Verhalten. Die Tiere sitzen häufig geschützt unter Überhängen oder zwischen Riffsteinen und beobachten von dort ihre Umgebung. Wird das Tier gestört, kann es sich mit schnellen Bewegungen innerhalb kürzester Zeit in einen geschützten Bereich zurückziehen.

Zur aquaristischen Haltung:
Munida sp. benötigt ein gut strukturiertes Meerwasseraquarium mit zahlreichen Spalten, Höhlen und Überhängen.
Der Riffaufbau sollte so gestaltet sein, dass der Krebs mehrere geeignete Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung hat. Gleichzeitig sollten die Verstecke ausreichend dimensioniert sein, damit auch die langen Scherenarme problemlos untergebracht werden können.
Viele Springkrebse bevorzugen geschützte beziehungsweise etwas dunklere Bereiche. Besonders während der Eingewöhnung kann Munida sp. daher einen großen Teil des Tages versteckt verbringen.
Bei gedämpfter Beleuchtung und während der Fütterung werden die Tiere häufig deutlich aktiver.
Munida sp. ist ein opportunistischer Nahrungssucher. In der Natur werden unterschiedliche kleine tierische Nahrungspartikel, organisches Material und andere verwertbare Nahrungsquellen aufgenommen.
Im Aquarium sollte eine abwechslungsreiche Ernährung angeboten werden.
Geeignet sind beispielsweise Mysis, Cyclops, fein zerkleinerter Krill und anderes geeignetes Frostfutter. Auch hochwertiges sinkendes Granulatfutter wie Soft MultiMix und Soft Protein Superfood kann angeboten werden.
Die langen Scherenarme werden zur Aufnahme beziehungsweise zum Festhalten erreichbarer Nahrung genutzt. Vorbeischwimmende oder auf dem Untergrund liegende Futterpartikel können schnell ergriffen werden.
In sehr sauberen Riffaquarien sollte nicht davon ausgegangen werden, dass der Krebs allein von zufälligen Futterresten ausreichend ernährt wird. Eine regelmäßige gezielte Fütterung ist daher empfehlenswert.
Das Futter kann mit einer Pipette oder Futterzange in die Nähe des Aufenthaltsortes gegeben werden. Dabei sollte das Tier nicht bedrängt werden. Meist werden geeignete Futterstücke selbstständig mit den langen Scheren aufgenommen.
Bei der Vergesellschaftung sollte berücksichtigt werden, dass Munida sp. ein opportunistisches Krebstier ist.
Gesunde, ausreichend große und bewegliche Fische werden normalerweise nicht gezielt gejagt. Sehr kleine, geschwächte oder schlafende Tiere sowie kleine Wirbellose können je nach Munida-Art und Größe des Krebses jedoch potenziell interessant sein.
Gegenüber Korallen ist Munida sp. grundsätzlich nicht als spezialisierter Korallenfresser bekannt. Gesunde Korallen gehören normalerweise nicht zum primären Nahrungsspektrum.
Futterreste oder abgestorbenes Gewebe zwischen Korallenpolypen können den Krebs dazu veranlassen, diese Bereiche mit seinen Scheren zu untersuchen. Das kann insbesondere bei empfindlichen Korallen wie ein direktes Zupfen wirken.
Eine ausreichende Fütterung und genaue Beobachtung sind daher empfehlenswert.
Bei der Haltung mit anderen Krebstieren sollten ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Konkurrenz um besonders attraktive Höhlen kann ansonsten zu Auseinandersetzungen führen.
Große räuberische Fische stellen umgekehrt eine Gefahr für Munida sp. dar. Insbesondere größere Lippfische, Drückerfische, Kugelfische und andere Krebstierfresser sind als Mitbewohner ungeeignet.
Wie andere Krebstiere wächst auch Munida sp. durch regelmäßige Häutungen.
Während einer Häutung wird das alte Außenskelett abgestreift. Der neue Panzer ist anschließend zunächst weich und bietet nur wenig Schutz.
In dieser Phase sind Springkrebse besonders empfindlich und ziehen sich normalerweise tief in einen geschützten Bereich zurück.
Ausreichend enge Höhlen und Spalten sind deshalb für eine erfolgreiche Haltung besonders wichtig.
Eine abgestreifte Hülle kann einem verstorbenen Krebs täuschend ähnlich sehen. Selbst Beine, Scheren und Fühler können an der leeren Hülle noch deutlich erkennbar sein.
Wird eine scheinbar vollständige Krebshülle im Aquarium gefunden, sollte daher zunächst überprüft werden, ob sich das frisch gehäutete Tier lediglich versteckt.
Auch Munida-Arten können bei Gefahr Gliedmaßen verlieren beziehungsweise abwerfen. Fehlende Beine oder Scheren können bei erfolgreichen späteren Häutungen zumindest teilweise und schließlich weitgehend regeneriert werden.
Stabile Wasserwerte sind für die erfolgreiche Haltung wichtig. Besonders schnelle Veränderungen des Salzgehaltes sollten vermieden werden.
Nach dem Transport empfiehlt sich deshalb eine langsame und sorgfältige Anpassung an das Aquarienwasser.
Wie viele andere Krebstiere reagiert auch Munida sp. empfindlich auf Kupfer. Kupferhaltige Medikamente dürfen daher nicht in einem Aquarium mit diesen Tieren eingesetzt werden.

Lateinischer Name:
• Munida sp.

Deutscher Name:
• Langarm-Springkrebs

Herkunft:
• Indopazifik, Philippinen, Indischer Ozean, Indonesien, u. a.)
• häufig strukturreiche felsige Bereiche

Größe:
• Endgröße: ca. 6–8 cm
• Aktuelle Größe: ca. 2—3 cm

Aquariengröße:
• ab ca. 100 Liter empfohlen
• gut strukturierter Riffaufbau erforderlich
• zahlreiche Spalten, Höhlen und Überhänge anbieten
• ausreichend große Rückzugsmöglichkeiten für die langen Scherenarme schaffen

Temperatur:
• 24°C – 27°C

Futter:
• opportunistischer Allesfresser
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
• Futter gezielt in der Nähe anbieten

Schwierigkeitsgrad:
• mittel
• stabile Wasserwerte erforderlich
• strukturreicher Riffaufbau wichtig
• zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten notwendig
• regelmäßige und abwechslungsreiche Fütterung
• Verträglichkeit mit sehr kleinen Wirbellosen beobachten
• langsame Eingewöhnung empfohlen

Vergesellschaftung:
• gegenüber ausreichend großen und gesunden Fischen normalerweise unproblematisch
• opportunistische Ernährungsweise berücksichtigen
• sehr kleine oder geschwächte Tiere können potenziell als Nahrung betrachtet werden
• Vorsicht bei sehr kleinen Garnelen und anderen Wirbellosen
• ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bei mehreren Krebstieren anbieten
• nicht mit großen krebstierfressenden Fischen vergesellschaften
• größere Lippfische, Drückerfische und Kugelfische können eine Gefahr darstellen
• keine kupferhaltigen Medikamente verwenden

Riffaquarium:
• grundsätzlich in entsprechend eingerichteten Riffaquarien haltbar
• kein spezialisierter Korallenfresser
• gesunde Korallen gehören nicht zum primären Nahrungsspektrum
• opportunistisches Verhalten berücksichtigen
• Futterreste und abgestorbenes Gewebe an beziehungsweise zwischen Korallen können untersucht werden
• empfindliche sessile Wirbellose beobachten

Verhalten:
• häufig zurückgezogen lebend
• nutzt Höhlen, Spalten und Überhänge
• besonders während der Eingewöhnung häufig versteckt
• bei Dämmerung und während der Fütterung häufig aktiver
• sehr schnelle Fluchtbewegungen möglich
• lange Scherenarme werden zur Nahrungsaufnahme und Verteidigung eingesetzt
• interessantes Beobachtungstier
• kann bei Störungen blitzschnell in den Riffaufbau zurückweichen

Häutung:
• wächst durch regelmäßige Häutungen
• altes Außenskelett wird vollständig abgestreift
• unmittelbar nach der Häutung ist der neue Panzer noch weich
• frisch gehäutete Tiere sind besonders empfindlich
• während dieser Phase werden geschützte Spalten aufgesucht
• ausreichend Rückzugsmöglichkeiten besonders wichtig
• abgestreifte Hülle kann wie ein verstorbenes Tier aussehen
• eine leere Krebshülle bedeutet daher nicht automatisch einen Verlust

Regeneration:
• verlorene beziehungsweise abgeworfene Gliedmaßen können regeneriert werden
• Scheren und Beine können sich über weitere Häutungen neu entwickeln
• stabile Wasserwerte und eine ausreichende Ernährung sind dabei besonders wichtig
• frisch gehäutete Tiere möglichst nicht stören

Funktion im Aquarium:
• opportunistischer Nahrungssucher
• nimmt verschiedene tierische und organische Nahrung auf
• verwertet erreichbare Futterreste
• kein spezialisierter Algenfresser
• kein klassisches Reinigungstier
• sollte hauptsächlich aufgrund seines außergewöhnlichen Aussehens und interessanten Verhaltens gepflegt werden

Besonderheiten:
• außergewöhnlich lange Scherenarme
• auffälliger, flacher Körperbau
• gehört zu den Spring- beziehungsweise Galatheakrebsen
• gehört nicht zu den Echten Krabben
• schnelle Fluchtbewegungen
• häufig dämmerungsaktiv
• interessantes Verhalten bei der Nahrungsaufnahme
• nutzt bevorzugt geschützte Bereiche des Riffaufbaus

Hinweis: Munida sp. ist ein außergewöhnlicher Langarm-Springkrebs, der besonders durch seine langen Scherenarme und sein interessantes Verhalten auffällt. Ein gut strukturierter Riffaufbau mit zahlreichen Spalten und Höhlen sowie eine regelmäßige abwechslungsreiche Fütterung sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Haltung. Gesunde größere Fische werden nicht aktiv gejagt, bei sehr kleinen oder geschwächten Fischen und Wirbellosen sollte aufgrund der opportunistischen Ernährungsweise jedoch vorsichtig vergesellschaftet werden.