Alpheus randalli - Randalls Knallkrebs
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FMC_5386
Product information "Alpheus randalli - Randalls Knallkrebs"
Randalls Knallkrebs gehört zu den besonders interessanten und attraktiven Knallkrebsen für das Meerwasseraquarium. Alpheus randalli bleibt vergleichsweise klein und fällt durch seine kontrastreiche rot-weiße Zeichnung auf. Neben seinem attraktiven Erscheinungsbild ist vor allem sein faszinierendes Verhalten und die Möglichkeit einer Symbiose mit verschiedenen Wächter- und Symbiosegrundeln ein Grund für seine Beliebtheit.
Charakteristisch für Alpheus randalli ist eine deutlich vergrößerte Schere. Mit dieser kann der Krebs durch einen extrem schnellen Schließmechanismus das für Knallkrebse typische Knallgeräusch erzeugen. Dieses Verhalten dient unter anderem der Verteidigung und Kommunikation.
Alpheus randalli stammt aus dem tropischen Indopazifik und lebt dort bevorzugt in sandigen und strukturreichen Bereichen von Korallenriffen. Der Krebs verbringt einen großen Teil seines Lebens in selbst angelegten Höhlen und Tunnelsystemen unterhalb und zwischen Riffstrukturen.
Eine der faszinierendsten Eigenschaften von Alpheus randalli ist seine Fähigkeit, mit geeigneten Symbiosegrundeln eine enge Lebensgemeinschaft einzugehen. Dabei übernimmt der Knallkrebs den Bau und die kontinuierliche Instandhaltung der gemeinsamen Wohnhöhle, während die Grundel die Umgebung überwacht.
Da Alpheus randalli nur über ein eingeschränktes Sehvermögen verfügt, hält er sich außerhalb der geschützten Höhle meist unmittelbar neben seiner Partnergrundel auf. Häufig hält der Krebs mit seinen Antennen direkten Körperkontakt zur Grundel. Erkennt diese eine mögliche Gefahr, warnt sie den Knallkrebs durch entsprechende Körperbewegungen. Bei stärkerer Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück.
Zur aquaristischen Haltung:
Alpheus randalli lässt sich aufgrund seiner geringen Endgröße auch in kleineren Riffaquarien gut pflegen. Wesentlich wichtiger als ein großer freier Schwimmbereich ist eine ausreichend große und geeignete Bodenfläche, in der der Krebs sein Höhlensystem anlegen kann.
Der richtige Bodengrund spielt bei der Haltung eine besonders wichtige Rolle. Ideal ist eine Mischung aus Sand mit unterschiedlichen Korngrößen. Zusätzlich sollten kleinere Steinchen, Muschelstücke oder geeigneter Korallenbruch angeboten werden.
Dieses gröbere Material wird vom Knallkrebs gezielt als Baumaterial verwendet. Einzelne Steinchen werden aufgenommen, transportiert und zur Stabilisierung von Höhleneingängen und Tunneln eingesetzt. Dieses Verhalten lässt sich im Aquarium sehr gut beobachten.
Ausschließlich sehr feiner Sand bietet dem Krebs weniger Möglichkeiten, stabile Höhlenstrukturen zu errichten. Eine Kombination aus feinem Sand und gröberen Bestandteilen ermöglicht Alpheus randalli ein deutlich natürlicheres Grab- und Bauverhalten.
Besonders wichtig ist ein standsicherer Riffaufbau. Größere Steine sollten auf einem stabilen Untergrund stehen und nicht ausschließlich auf einer dicken Sandschicht platziert werden. Da der Knallkrebs unterhalb von Steinen graben kann, besteht bei einem unsicheren Aufbau die Gefahr, dass Riffstrukturen unterhöhlt werden.
Nach dem Einsetzen kann sich Alpheus randalli zunächst längere Zeit innerhalb der Riffstruktur verstecken. Hat der Krebs einen geeigneten Bereich gefunden, beginnt er normalerweise mit dem Bau beziehungsweise Ausbau seines Höhlensystems.
Dabei wird Bodengrund regelmäßig umgelagert. Kleine Sandberge, neue Höhleneingänge und verschobene Steinchen gehören zum natürlichen Verhalten und sollten nicht permanent wieder eingeebnet werden.
Besonders interessant ist die gemeinsame Haltung mit einer geeigneten Symbiosegrundel. Alpheus randalli kann mit verschiedenen Grundeln eine Lebensgemeinschaft eingehen. Die gemeinsame Haltung ermöglicht es, das natürliche Zusammenspiel zwischen Knallkrebs und Wächtergrundel im Aquarium zu beobachten.
Wird Alpheus randalli ohne Grundel gehalten, kann der Krebs ebenfalls dauerhaft im Aquarium gepflegt werden. Allerdings lebt er dann häufig deutlich versteckter und ist möglicherweise wesentlich seltener zu sehen. Mit einer geeigneten Partnergrundel zeigt sich der Krebs häufig regelmäßiger am Höhleneingang.
Die Ernährung von Alpheus randalli ist vergleichsweise unkompliziert. Der Knallkrebs nimmt unterschiedliche tierische und organische Futterbestandteile auf. Frostfutter, kleine Krebstiere sowie geeignetes sinkendes Granulatfutter können angeboten werden.
Mysis, Cyclops und fein zerkleinerter Krill eignen sich gut. Futterstücke werden häufig mit den Scheren aufgenommen und unmittelbar in die Wohnhöhle transportiert.
In einem gut eingefahrenen Riffaquarium findet der Knallkrebs zusätzlich unterschiedliche organische Futterbestandteile im Bodengrund und zwischen den Riffstrukturen. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass Alpheus randalli regelmäßig gezielt Nahrung erhält.
Bei der gemeinsamen Haltung mit einer Grundel kann Futter in unmittelbarer Nähe des Höhleneingangs angeboten werden. Dadurch lässt sich leichter kontrollieren, ob sowohl die Grundel als auch der Knallkrebs ausreichend Nahrung aufnehmen.
Korallen werden von Alpheus randalli normalerweise nicht gezielt gefressen oder geschädigt. Der Knallkrebs eignet sich deshalb grundsätzlich sehr gut für Riffaquarien.
Durch seine Grabaktivität kann er allerdings Sand und kleinere Steinchen bewegen. Niedrig auf dem Bodengrund platzierte Korallen oder Ableger können dadurch teilweise mit Sand bedeckt werden. Kleine, lose Korallenableger sollten deshalb sicher befestigt werden.
Gegenüber geeigneten Riffbewohnern zeigt sich Alpheus randalli normalerweise unproblematisch. Aufgrund seiner geringen Größe gehört er zu den gut geeigneten Knallkrebsen für die Vergesellschaftung mit kleinen Symbiosegrundeln.
Bei der Haltung mehrerer Knallkrebse oder mehrerer Grundel-Knallkrebs-Paare sollte ausreichend Bodenfläche zur Verfügung stehen. In kleineren Aquarien können sich die Tiere ansonsten bei der Anlage ihrer Reviere und Höhlensysteme gegenseitig stören.
Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Wie andere Krebstiere reagiert auch Alpheus randalli empfindlich auf erhöhte Kupferkonzentrationen. Kupferhaltige Medikamente dürfen deshalb nicht in einem Aquarium mit diesem Knallkrebs eingesetzt werden.
Lateinischer Name:
• Alpheus randalli
Deutscher Name:
• Randalls Knallkrebs
Größe:
• Endgröße: ca. 2–3 cm
• Aktuelle Größe: ca. 2 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 50 Liter (die Aquariengröße hängt in erster Linie von der Endgröße der Symbiosegrundel ab)
• ausreichend geeignete Bodenfläche erforderlich
• strukturierter Riffaufbau mit geschütztem Bereich für die Höhlenanlage empfohlen
Bodengrund:
• Sand mit geeigneter Körnung (the Sand)
• unterschiedliche Korngrößen von Vorteil
• kleine Steinchen, Muschelstücke und Korallenbruch als Baumaterial anbieten
• ausreichend hohe Bodenschicht im Bereich der Höhle
• Riffaufbau unbedingt gegen Untergraben sichern
Temperatur:
• 24°C – 27°C
Futter:
• Freostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton)Fish-Plankton ,Ocean-Plankton-100-natural
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food-Energizer
• Futter gezielt in der Nähe des Höhleneingangs anbieten
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• geeigneter Bodengrund besonders wichtig
• standsicherer Riffaufbau erforderlich
• bei geeigneten Bedingungen gut haltbar
Symbiose:
• bildet mit verschiedenen geeigneten Wächter- und Symbiosegrundeln eine natürliche Lebensgemeinschaft
• Alpheus randalli baut und unterhält das gemeinsame Höhlensystem
• die Partnergrundel übernimmt die Überwachung der Umgebung
• der Knallkrebs hält außerhalb der Höhle häufig mit seinen Antennen Körperkontakt zur Grundel
• die Grundel warnt den Knallkrebs bei möglichen Gefahren
• bei Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück
• das natürliche Zusammenleben lässt sich im Aquarium hervorragend beobachten
Hinweis: Alpheus randalli ist aufgrund seiner attraktiven rot-weißen Zeichnung, seiner geringen Endgröße und seines faszinierenden Verhaltens ein besonders interessanter Knallkrebs für das Riffaquarium. Seine volle Verhaltensvielfalt zeigt sich insbesondere bei der gemeinsamen Haltung mit einer geeigneten Symbiosegrundel. Für eine erfolgreiche Haltung sind ein geeigneter Bodengrund mit zusätzlichem Baumaterial und ein absolut standsicherer Riffaufbau wichtig. Sandumlagerungen und das Verschieben kleiner Steinchen gehören zum natürlichen Bauverhalten des Krebses. Korallen werden normalerweise nicht gezielt geschädigt, niedrig platzierte Ableger sollten jedoch vor den Grabaktivitäten geschützt werden.
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