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Synchiropus picturatus - LSD Leierfisch !Männchen!

Produktinformationen "Synchiropus picturatus - LSD Leierfisch !Männchen!"

  • Der LSD-Leierfisch gehört zu den außergewöhnlichsten und farbenprächtigsten kleinen Riffbewohnern der Meerwasseraquaristik. Synchiropus picturatus besitzt eine unverwechselbare Zeichnung aus grünen, türkisblauen, orangefarbenen und schwarzen Bereichen. Charakteristisch sind die zahlreichen kreis- und ringförmigen Muster auf dem Körper, die der Art ihr beinahe psychedelisches Erscheinungsbild und damit auch ihren ungewöhnlichen deutschen Handelsnamen verleihen.

    Synchiropus picturatus stammt aus dem westlichen Pazifik und bewohnt dort geschützte, strukturreiche Bereiche von Korallenriffen und Lagunen. Die Tiere leben überwiegend unmittelbar am Riffaufbau und am Bodengrund. Dort verbringen sie einen großen Teil des Tages damit, Steine und andere Oberflächen systematisch nach Copepoden, kleinen Krebstieren und weiteren Kleinstlebewesen abzusuchen.

    Wie andere Leierfische ist auch der LSD-Leierfisch kein ausgeprägter Freiwasserschwimmer. Die Tiere bewegen sich langsam und in kurzen, charakteristischen Bewegungen über den Riffaufbau. Mit ihren großen Brustflossen können sie sich sehr gezielt zwischen Steinen, Korallen und anderen Strukturen fortbewegen.

    Zur aquaristischen Haltung:

    Der LSD-Leierfisch benötigt ein gut eingefahrenes und biologisch stabiles Meerwasseraquarium. Ein strukturreicher Riffaufbau mit zahlreichen Spalten, Höhlen und bewachsenen Gesteinsoberflächen bietet Rückzugsmöglichkeiten und gleichzeitig wichtige Lebensräume für die natürliche Mikrofauna.

    Besonders wichtig ist ein ausreichender Bestand an Copepoden und anderen kleinen Krebstieren. Synchiropus picturatus verbringt einen großen Teil des Tages damit, diese Kleinstlebewesen von den Oberflächen des Riffaufbaus aufzunehmen. Dieses kontinuierliche Absuchen des Riffs gehört zum natürlichen Verhalten der Art.

    Ein frisch eingerichtetes oder biologisch noch nicht ausreichend entwickeltes Aquarium ist deshalb für diese Art weniger geeignet. Das Becken sollte gut eingefahren sein und über eine stabile Mikrofauna verfügen. Besonders in Aquarien mit größeren Mengen porösen Riffgesteins können sich zahlreiche kleine Futterorganismen entwickeln.

    Auch bei Tieren, die zuverlässig Frost- oder anderes Ersatzfutter annehmen, bleibt eine vorhandene natürliche Mikrofauna von Vorteil. Sie ermöglicht dem LSD-Leierfisch, zwischen den regulären Fütterungen seinem natürlichen Such- und Fressverhalten nachzugehen.

    Bei Synchiropus picturatus sollte der Ernährungszustand regelmäßig kontrolliert werden. Ein gesundes Tier sollte einen gut ausgefüllten Körper besitzen. Eine deutlich eingefallene Bauchpartie kann darauf hinweisen, dass nicht ausreichend Nahrung aufgenommen wird und sollte als Warnsignal betrachtet werden.

    Leierfische gehören zu den langsamen und gezielten Fressern. In Gesellschaft sehr schneller und durchsetzungsfähiger Fische kann deshalb ein großer Teil des angebotenen Futters bereits aufgenommen worden sein, bevor der LSD-Leierfisch ausreichend Nahrung erreicht.

    Eine gezielte Fütterung in Bodennähe beziehungsweise unmittelbar im bevorzugten Aufenthaltsbereich des Tieres ist deshalb häufig sinnvoll. Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert und entsprechen der natürlichen Ernährungsweise besser als eine einzelne große Fütterung.

    Die Ernährung sollte abwechslungsreich und überwiegend aus kleinen tierischen Futterorganismen bestehen. Besonders geeignet sind Copepoden, Cyclops, kleines Zooplankton und andere kleine marine Krebstiere. Eingewöhnte beziehungsweise futterfeste Tiere können auch fein zerkleinerte Mysis und andere geeignete Frostfuttersorten aufnehmen.

    Hochwertiges, sehr feines Granulatfutter kann von entsprechend daran gewöhnten Exemplaren ebenfalls angenommen werden. Bei Leierfischen sollte jedoch grundsätzlich die tatsächliche Futteraufnahme des einzelnen Tieres beobachtet werden, da nicht jedes Exemplar automatisch Trockenfutter akzeptiert.

    Eine zusätzliche Möglichkeit zur Unterstützung der natürlichen Ernährung ist ein Algenrefugium (Chaetomorpha linum - Drahtalge) oder ein anderer geschützter Bereich innerhalb des Aquariensystems. Dort können sich Copepoden und andere Kleinkrebse weitgehend ungestört vermehren und kontinuierlich als natürliche Futterorganismen in das Hauptaquarium gelangen.

    Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigt sich Synchiropus picturatus ausgesprochen friedlich. Andere Fischarten werden normalerweise weitgehend ignoriert. Die Art eignet sich deshalb besonders für ruhig bis moderat besetzte Riffaquarien.

    Gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen und anderen Leierfischen kann es dagegen zu Auseinandersetzungen kommen. Insbesondere zwei Männchen sollten in kleineren und mittelgroßen Aquarien nicht gemeinsam gepflegt werden.

    Eine Paarhaltung mit einem harmonierenden Männchen und Weibchen ist dagegen besonders interessant. Bei geeigneten Bedingungen lässt sich in den Abendstunden das typische Balzverhalten beobachten. Dabei können Männchen und Weibchen gemeinsam vom Riff in die Wassersäule aufsteigen.

    Bei ausgewachsenen Tieren lassen sich die Geschlechter insbesondere anhand der ersten Rückenflosse unterscheiden. Männchen besitzen einen deutlich verlängerten ersten Rückenflossenstrahl. Bei sehr jungen und kleinen Tieren kann dieses Merkmal allerdings noch nicht ausreichend ausgeprägt sein, sodass eine sichere Geschlechtsbestimmung nicht immer möglich ist.

    Korallen werden von Synchiropus picturatus nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Auch größere Garnelen, Schnecken und andere typische Wirbellose eines Riffaquariums werden normalerweise nicht behelligt. Copepoden und andere sehr kleine Krebstiere gehören dagegen zur natürlichen Nahrung.

    Bei der gemeinsamen Haltung mit weiteren spezialisierten Kleintierfressern muss das vorhandene Nahrungsangebot berücksichtigt werden. Mehrere Leierfische oder andere Arten mit einem hohen Bedarf an Copepoden können insbesondere in kleineren Aquarien die vorhandene Population an Kleinstlebewesen stark reduzieren.

    Wie andere Synchiropus-Arten besitzt auch der LSD-Leierfisch eine ausgeprägte Schleimschicht auf der Haut. Diese bietet einen gewissen natürlichen Schutz, macht den Fisch jedoch nicht unempfindlich gegenüber schlechten Haltungsbedingungen. Eine dauerhaft gute Wasserqualität und stabile Wasserwerte bleiben unverzichtbar.

    Das Aquarium sollte über eine gute Sauerstoffversorgung, abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Entscheidend für eine langfristig erfolgreiche Haltung sind jedoch vor allem ein biologisch reifes Riffsystem, eine gut entwickelte Mikrofauna und eine dauerhaft zuverlässige Futterversorgung.

    Lateinischer Name:
    • Synchiropus picturatus

    Deutscher Name:
    • LSD-Leierfisch

    Größe:
    • Endgröße: ca. 7–8 cm
    • Aktuelle Größe: ca. 4–5 cm

    Aquariengröße:
    • ab ca. 150 Liter (Paar ab 300 Liter)
    • gut eingefahrenes und biologisch stabiles Aquarium empfohlen
    • strukturreicher Riffaufbau mit ausreichend natürlichen Aufwuchsflächen
    • gut entwickelte Mikrofauna besonders wichtig

    Temperatur:
    • 24°C – 27°C

    Futter:
    • Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
    • hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina
    • hochwertiges Flockenfutter
    • kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
    • mehrere kleinere Fütterungen täglich
    • Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
    • natürliche Mikrofauna im Riff als wichtige zusätzliche Nahrungsquelle

    Schwierigkeitsgrad:
    • mittel bis anspruchsvoll
    • dauerhaft ausreichende Nahrungsversorgung entscheidend
    • gut eingefahrenes Aquarium empfohlen
    • Ernährungszustand regelmäßig kontrollieren
    • bei nicht an Ersatzfutter gewöhnten Tieren deutlich anspruchsvoller

    Vergesellschaftung:
    • sehr friedlicher Riffbewohner
    • Einzelhaltung oder als harmonierendes Paar
    • zwei Männchen sollten nicht gemeinsam gehalten werden
    • gegenüber den meisten friedlichen Meerwasserfischen sehr gut verträglich
    • aggressive und sehr hektische Futterkonkurrenten möglichst vermeiden
    • bei weiteren spezialisierten Kleintierfressern auf ausreichend natürliche Nahrung achten
    • hervorragend für Riffaquarien geeignet
    • Korallen werden nicht gefressen oder geschädigt
    • größere Garnelen und Schnecken werden normalerweise nicht behelligt
    • Copepoden und andere Kleinkrebse werden als natürliche Nahrung gefressen

    Geschlechtsunterscheidung:
    • ausgewachsene Männchen besitzen einen deutlich verlängerten ersten Rückenflossenstrahl
    • Weibchen besitzen diesen stark verlängerten Rückenflossenstrahl nicht
    • bei kleinen und jungen Tieren kann eine sichere Geschlechtsbestimmung schwierig sein
    • Paarhaltung mit einem harmonierenden Männchen und Weibchen möglich

    Hinweis: Synchiropus picturatus ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Färbung und seines interessanten Verhaltens ein faszinierender Bewohner des Riffaquariums. Entscheidend für eine langfristig erfolgreiche Haltung ist eine dauerhaft ausreichende Nahrungsversorgung. Der LSD-Leierfisch verbringt einen großen Teil des Tages damit, Riffgestein und andere Oberflächen nach Copepoden und weiteren Kleinstlebewesen abzusuchen. Ein gut eingefahrenes Aquarium mit einer reichhaltigen Mikrofauna bietet deshalb die besten Voraussetzungen. Besonders vorteilhaft sind Tiere, die bereits zuverlässig Frost- oder anderes geeignetes Ersatzfutter aufnehmen. Auch bei futterfesten Exemplaren bleiben mehrere kleine Fütterungen täglich und eine gut entwickelte natürliche Mikrofauna empfehlenswert.