Stonogobiops nematodes - Lanzen-Symbiosegrundel
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Produktnummer:
FMC_5305
Produktinformationen "Stonogobiops nematodes - Lanzen-Symbiosegrundel"
Die Lanzen-Symbiosegrundel ist eine besonders elegante und interessante Grundel für das Meerwasseraquarium. Stonogobiops nematodes besitzt eine helle bis cremefarbene Grundfärbung mit markanten dunklen Querbändern. Besonders charakteristisch ist die stark verlängerte erste Rückenflosse, die der kleinen Grundel ihr unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht.
Stonogobiops nematodes stammt aus dem tropischen Indopazifik und bewohnt dort sandige Bereiche in und an Korallenriffen. Die Tiere leben bodennah und halten sich bevorzugt an Höhleneingängen auf. Eine Besonderheit dieser Art ist die natürliche Lebensgemeinschaft mit symbiotischen Knallkrebsen der Gattung Alpheus.
In dieser Symbiose übernimmt der Knallkrebs den Bau und die kontinuierliche Instandhaltung eines Höhlensystems im Bodengrund. Die Lanzen-Symbiosegrundel hält sich währenddessen am Höhleneingang auf und überwacht aufmerksam die Umgebung. Da der Knallkrebs nur eingeschränkt sehen kann, hält er außerhalb der Höhle häufig mit seinen Antennen Körperkontakt zur Grundel.
Nimmt Stonogobiops nematodes eine mögliche Gefahr wahr, warnt sie ihren Partner durch entsprechende Körperbewegungen. Bei stärkerer Bedrohung ziehen sich Grundel und Knallkrebs gemeinsam in die geschützte Höhle zurück. Dieses natürliche Zusammenspiel gehört zu den interessantesten Verhaltensweisen, die sich in einem Riffaquarium beobachten lassen.
Zur aquaristischen Haltung:
Die Lanzen-Symbiosegrundel ist eine friedliche und bei geeigneten Bedingungen gut zu haltende Meerwassergrundel. Das Aquarium sollte über einen strukturierten Riffaufbau mit ausreichend Bodenfläche und geschützten Bereichen verfügen.
Besonders interessant ist die gemeinsame Haltung mit einem geeigneten symbiotischen Knallkrebs der Gattung Alpheus. Auch ohne Knallkrebs kann Stonogobiops nematodes grundsätzlich im Aquarium gepflegt werden, die gemeinsame Haltung ermöglicht jedoch das für diese Art charakteristische natürliche Symbioseverhalten.
Bei gemeinsamer Haltung mit einem Knallkrebs ist ein geeigneter Bodengrund besonders wichtig. Ideal ist Sand mit unterschiedlichen Korngrößen, ergänzt durch kleine Steinchen, Muschelstücke oder geeigneten Korallenbruch. Dieses gröbere Material kann vom Knallkrebs zum Stabilisieren der Wohnhöhle verwendet werden.
Der Riffaufbau sollte grundsätzlich standsicher gestaltet werden. Werden grabende Knallkrebse zusammen mit der Grundel gepflegt, dürfen größere Steine nicht lediglich auf einer lockeren Sandschicht stehen, da der Krebs den Untergrund unterhöhlen kann.
Stonogobiops nematodes benötigt keinen besonders großen freien Schwimmraum. Die Tiere halten sich überwiegend in unmittelbarer Nähe ihres Rückzugsortes auf. Häufig schwebt die Grundel nur wenige Zentimeter über dem Bodengrund beziehungsweise steht unmittelbar vor dem Höhleneingang und beobachtet ihre Umgebung.
Nach einer erfolgreichen Eingewöhnung wird die Lanzen-Symbiosegrundel häufig deutlich selbstbewusster und bleibt auch bei Bewegungen vor dem Aquarium sichtbar. Bei plötzlichen Störungen kann sie sich jedoch innerhalb kürzester Zeit in ihre Höhle zurückziehen.
Die Ernährung sollte abwechslungsreich und überwiegend tierisch gestaltet werden. Stonogobiops nematodes ernährt sich von kleinen Krebstieren, Zooplankton und anderen kleinen tierischen Futterorganismen.
Im Aquarium eignen sich insbesondere Frostfuttersorten wie Mysis und Cyclops sowie feines Zooplankton. Auch fein zerkleinerter Krill kann angeboten werden. Aufgrund der relativ kleinen Maulöffnung sollte auf eine geeignete Futtergröße geachtet werden.
Eingewöhnte Tiere nehmen häufig auch hochwertiges feines Granulat- und Flockenfutter an. Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert und entsprechen dem natürlichen Fressverhalten besser als eine einzelne große Fütterung.
Das Futter sollte so angeboten werden, dass es bis in den Aufenthaltsbereich der Grundel gelangt. Besonders während der Eingewöhnung entfernt sich Stonogobiops nematodes häufig nur wenige Zentimeter von ihrer Höhle. Eine gezielte Fütterung in der Nähe des Höhleneingangs kann deshalb sinnvoll sein.
Bei der Vergesellschaftung mit sehr schnellen oder dominanten Fressern sollte kontrolliert werden, ob die Lanzen-Symbiosegrundel tatsächlich ausreichend Nahrung erhält. Aufgrund ihres eher zurückhaltenden Fressverhaltens kann sie gegenüber hektischen Futterkonkurrenten benachteiligt werden.
Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern verhält sich Stonogobiops nematodes normalerweise ausgesprochen friedlich. Große, aggressive oder stark territoriale Bodenbewohner sollten dagegen vermieden werden, da diese die kleine Grundel aus ihrem bevorzugten Bereich verdrängen können.
Auch bei der gemeinsamen Haltung mehrerer Symbiosegrundeln sollte ausreichend Bodenfläche mit voneinander getrennten Rückzugsbereichen vorhanden sein. In kleineren Aquarien ist die Haltung eines einzelnen Tieres beziehungsweise eines harmonierenden Paares meist unkomplizierter.
Korallen werden von Stonogobiops nematodes nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Die Art eignet sich daher hervorragend für Riffaquarien. Auch Schnecken und größere Garnelen werden normalerweise nicht behelligt.
Besonders wichtig ist ein zuverlässiger Springschutz. Stonogobiops nematodes kann insbesondere unmittelbar nach dem Einsetzen, bei Schreckreaktionen oder bei Auseinandersetzungen überraschend weit springen. Aufgrund der schlanken Körperform können bereits kleine Öffnungen ausreichen, um das Aquarium zu verlassen.
Das Aquarium sollte daher möglichst lückenlos abgedeckt beziehungsweise mit einem geeigneten Springschutz ausgestattet werden. Auch Öffnungen an Kabeldurchführungen, Rohrleitungen und Überläufen sollten entsprechend gesichert werden.
Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, moderate bis abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Ein ruhigerer Bereich in Bodennähe ist besonders vorteilhaft, damit die Grundel beziehungsweise ein vorhandener Knallkrebs einen geeigneten Höhlenbereich beziehen kann.
Lateinischer Name:
• Stonogobiops nematodes
Deutscher Name:
• Lanzen-Symbiosegrundel
Größe:
• Endgröße: ca. 6 cm
• Aktuelle Größe: 4 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 100 Liter
• ausreichend geeignete Bodenfläche empfohlen
• strukturierter Riffaufbau mit geschützten Bereichen
Bodengrund:
• bei Haltung mit Knallkrebs unterschiedliche Korngrößen von Vorteil
• kleine Steinchen und Korallenbruch als Baumaterial anbieten
• ausreichend Bodengrund im Bereich der Höhle
• Riffaufbau bei Haltung mit einem Knallkrebs unbedingt gegen Untergraben sichern
Temperatur:
• 24°C – 27°C
Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges Flockenfutter Veggie Flakes
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden, z. B. Food Energizer
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• zuverlässige Futterversorgung beachten
• ruhige und friedliche Vergesellschaftung von Vorteil
• geeigneter Bodengrund besonders bei gemeinsamer Haltung mit einem Knallkrebs wichtig
Vergesellschaftung:
• sehr friedlicher Riffbewohner
• Einzelhaltung oder als harmonierendes Paar möglich
• besonders interessante Haltung gemeinsam mit einem geeigneten Alpheus-Knallkrebs
• aggressive und territoriale Bodenbewohner vermeiden
• sehr schnelle Futterkonkurrenten können problematisch sein
• bei mehreren Symbiosegrundeln ausreichend getrennte Reviere schaffen
• hervorragend für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden nicht gefressen oder gezielt geschädigt
• größere Garnelen und Schnecken werden normalerweise nicht behelligt
• Aquarium unbedingt gegen Herausspringen sichern
• Überläufe und technische Öffnungen absichern
Symbiose:
• natürliche Lebensgemeinschaft mit geeigneten Knallkrebsen der Gattung Alpheus
• der Knallkrebs baut und unterhält das gemeinsame Höhlensystem
• Stonogobiops nematodes übernimmt die Funktion des aufmerksamen Wächters
• der Knallkrebs hält außerhalb der Höhle über seine Antennen Kontakt zur Grundel
• die Lanzen-Symbiosegrundel warnt den Knallkrebs vor möglichen Gefahren
• bei Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück
• das natürliche Symbioseverhalten lässt sich im Aquarium hervorragend beobachten