Stonogobiops nematodes+ Alpheus sp.
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69,90 €
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Produktnummer:
FMC_5422
Produktinformationen "Stonogobiops nematodes+ Alpheus sp."
Die Kombination aus Stonogobiops nematodes und Alpheus sp. gehört zu den faszinierendsten Symbiosen, die sich in einem Meerwasseraquarium beobachten lassen. Die filigrane Lanzen-Symbiosegrundel lebt dabei in enger Gemeinschaft mit dem Knallkrebs. Beide Tiere profitieren voneinander und zeigen im Aquarium ein außergewöhnliches natürliches Verhalten.
Stonogobiops nematodes besitzt eine helle bis cremefarbene Grundfärbung mit markanten dunklen Querbändern und einer auffällig verlängerten ersten Rückenflosse. Diese fadenartig ausgezogene Flosse verleiht der Art ihr besonders elegantes Erscheinungsbild und macht sie trotz ihrer geringen Größe zu einem attraktiven Bewohner des Riffaquariums.
Alpheus sp. ist ein kräftig gebauter Knallkrebs. Charakteristisch ist die deutlich vergrößerte Schere, mit der der Krebs das für Knallkrebse typische Knallgeräusch erzeugen kann. Gleichzeitig ist Alpheus sp. ein ausgesprochen aktiver Baumeister, der den Bodengrund regelmäßig umgestaltet.
Das Besondere an diesem Angebot ist die Kombination beider Tiere. Grundel und Knallkrebs können im Aquarium eine enge Symbiose eingehen: Alpheus sp. baut und unterhält ein verzweigtes Höhlensystem im Bodengrund, während Stonogobiops nematodes den Bereich vor dem Eingang bewacht.
Der Knallkrebs verfügt nur über ein eingeschränktes Sehvermögen und hält deshalb außerhalb der Höhle regelmäßig mit seinen Antennen Körperkontakt zur Grundel. Die Lanzen-Symbiosegrundel beobachtet aufmerksam die Umgebung und warnt den Krebs bei möglichen Gefahren. Bei einer Störung ziehen sich beide Tiere innerhalb kürzester Zeit gemeinsam in ihre Höhle zurück.
Zur aquaristischen Haltung:
Für die erfolgreiche Haltung von Stonogobiops nematodes und Alpheus sp. ist ein geeigneter Bodengrund besonders wichtig. Der Knallkrebs benötigt ausreichend Material, um ein stabiles Höhlensystem anzulegen. Ideal ist eine Mischung aus Sand mit unterschiedlichen Korngrößen und kleineren Steinchen beziehungsweise Korallenbruchstücken.
Ausschließlich sehr feiner Sand bietet dem Knallkrebs häufig nur begrenzte Möglichkeiten, stabile Höhlen zu errichten. Kleine Steinchen, Muschelstücke und geeigneter Korallenbruch können als Baumaterial verwendet werden und ermöglichen Alpheus sp., die Eingänge und Tunnel seines Höhlensystems zu stabilisieren.
Da Alpheus sp. kräftig gräbt und größere Mengen Bodengrund bewegen kann, muss der Riffaufbau unbedingt standsicher errichtet werden. Größere Steine sollten direkt auf einem stabilen Untergrund stehen und nicht lediglich auf einer dicken Sandschicht platziert werden. Unsicher aufgebaute Riffstrukturen können durch die Grabaktivität unterhöhlt und instabil werden.
Nach dem Einsetzen beginnen die Tiere häufig relativ schnell mit der Suche nach einem geeigneten Standort. Hat Alpheus sp. einen passenden Bereich gefunden, beginnen meist intensive Grabungsarbeiten. Dabei wird Sand aufgenommen, aus der Höhle transportiert und rund um den Eingang neu verteilt.
Dieses Verhalten kann dazu führen, dass sich die Gestaltung des Bodengrundes regelmäßig verändert. Kleine Sandberge, neue Höhleneingänge und umgelagerter Korallenbruch gehören zum natürlichen Verhalten dieser Symbiose und sollten nicht permanent wieder eingeebnet werden.
Stonogobiops nematodes hält sich nach erfolgreicher Eingewöhnung überwiegend unmittelbar am Höhleneingang auf. Häufig schwebt die Grundel nur wenige Zentimeter über dem Bodengrund und beobachtet aufmerksam ihre Umgebung. Alpheus sp. arbeitet währenddessen im Hintergrund kontinuierlich am gemeinsamen Höhlensystem.
Die Kombination benötigt keinen besonders großen freien Schwimmraum. Wesentlich wichtiger sind eine ausreichend große Bodenfläche, ein strukturierter Riffaufbau und ein ruhiger Bereich, in dem die Tiere ihre Höhle dauerhaft anlegen können.
Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigt sich Stonogobiops nematodes normalerweise ausgesprochen friedlich. Aggressive oder stark territoriale Bodenbewohner sollten dagegen vermieden werden, da sie die Grundel aus ihrem bevorzugten Bereich verdrängen können.
Auch andere grabende Grundeln oder Knallkrebse können insbesondere in kleineren Aquarien zu Revierkonflikten führen. Werden mehrere Grundel-Knallkrebs-Symbiosen gepflegt, sollte entsprechend viel Bodenfläche mit räumlich voneinander getrennten Bereichen zur Verfügung stehen.
Die Ernährung der Lanzen-Symbiosegrundel sollte abwechslungsreich und überwiegend tierisch gestaltet werden. Geeignet sind kleine Frostfuttersorten wie Mysis, Krill und Cyclops sowie Zooplankton und andere kleine marine Futterorganismen.
Auch hochwertiges feines Granulatfutter kann von eingewöhnten Tieren angenommen werden. Das Futter sollte teilweise gezielt in der Nähe des Höhleneingangs angeboten werden, da Stonogobiops nematodes seinen geschützten Bereich insbesondere während der Eingewöhnung häufig nur ungern weit verlässt.
Alpheus sp. nimmt unterschiedliche tierische Futterbestandteile auf. Kleine Stücke Frostfutter und sinkendes Futter werden häufig eingesammelt und in die Höhle transportiert. Bei der Fütterung sollte deshalb darauf geachtet werden, dass auch der Knallkrebs regelmäßig ausreichend Nahrung erhält.
Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Besonders bei einer Vergesellschaftung mit schnellen Futterkonkurrenten sollte kontrolliert werden, ob die Grundel ausreichend Nahrung aufnehmen kann.
Korallen werden von Stonogobiops nematodes und Alpheus sp. normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Die Kombination eignet sich daher hervorragend für Riffaquarien. Zu beachten ist allerdings, dass der Knallkrebs beim Graben größere Mengen Sand bewegen und dadurch niedrig stehende Korallen oder Ableger teilweise mit Bodengrund bedecken kann.
Besonders wichtig ist ein zuverlässiger Springschutz. Stonogobiops-Arten können ausgezeichnet springen und insbesondere unmittelbar nach dem Einsetzen, bei Schreckreaktionen oder bei der Suche nach einem geeigneten Revier aus offenen Aquarien gelangen. Auch kleine Öffnungen im Bereich von Kabeln und Rohrleitungen sollten deshalb geschlossen werden.
Überläufe und andere technische Öffnungen sollten ebenfalls entsprechend gesichert werden. Gerade die kleine und schlanke Grundel kann durch überraschend enge Öffnungen gelangen.
Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, moderate bis abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Direkt am Höhleneingang sollte keine extrem starke Strömung vorhanden sein, damit der vom Knallkrebs angelegte Bodengrund nicht permanent verweht wird.
Lateinischer Name:
• Stonogobiops nematodes
• Alpheus sp.
Deutscher Name:
• Lanzen-Symbiosegrundel
• Knallkrebs
Größe:
• Endgröße Grundel: ca. 6 cm
• Endgröße Knallkrebs: ca. 5–6 cm
• Aktuelle Größe Grundel: ca. 4 cm
• Aktuelle Größe Knallkrebs: ca. 3–4cm
Aquariengröße:
• ab ca. 100 Liter
• ausreichend geeignete Bodenfläche erforderlich
• strukturierter Riffaufbau mit geschütztem Bereich für die Höhlenanlage empfohlen
Bodengrund:
• unterschiedliche Korngrößen von Vorteil
• kleine Steinchen und Korallenbruch als Baumaterial anbieten
• ausreichend hohe Bodenschicht im Bereich der Höhle
• Riffaufbau unbedingt gegen Untergraben sichern
Temperatur:
• 24°C – 27°C
Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges Flockenfutter Veggie Flakes
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden, z. B. Food Energizer
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• geeigneter Bodengrund besonders wichtig
• sichere Gestaltung des Riffaufbaus erforderlich
Vergesellschaftung:
• faszinierende Symbiose aus Grundel und Knallkrebs
• gegenüber friedlichen Riffbewohnern gut verträglich
• aggressive und territoriale Bodenbewohner vermeiden
• bei weiteren Grundeln und Knallkrebsen ausreichend getrennte Reviere schaffen
• hervorragend für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt
• niedrig stehende Korallen können durch Grabaktivitäten mit Sand bedeckt werden
• Grundel gegen Herausspringen sichern
• Überläufe und technische Öffnungen absichern
Symbiose:
• Alpheus sp. baut und unterhält das gemeinsame Höhlensystem
• Stonogobiops nematodes übernimmt die Funktion des aufmerksamen Wächters
• der Knallkrebs hält mit seinen Antennen regelmäßig Kontakt zur Grundel
• die Lanzen-Symbiosegrundel warnt den Krebs vor möglichen Gefahren
• bei Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück
• das natürliche Zusammenleben lässt sich im Aquarium sehr gut beobachten