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Signigobius biocellatus - Krabbenaugengrundel 3 - 4 cm

Produktinformationen "Signigobius biocellatus - Krabbenaugengrundel 3 - 4 cm"

Die Krabbenaugengrundel gehört zu den außergewöhnlichsten bodenbewohnenden Grundeln der Meerwasseraquaristik. Signigobius biocellatus besitzt eine helle Grundfärbung mit feinen orangefarbenen bis bräunlichen Zeichnungen. Besonders charakteristisch sind die großen schwarzen, hell umrandeten Augenflecken auf den Rückenflossen. Diese auffälligen „Scheinaugen“ erinnern an die Augen einer Krabbe und haben der Art ihren deutschen Namen gegeben.

Signigobius biocellatus ist im tropischen Indopazifik verbreitet und bewohnt dort geschützte, sandige Bereiche von Lagunen und Korallenriffen. Die Tiere leben ausgesprochen bodenorientiert und verbringen einen großen Teil des Tages damit, Sand aufzunehmen und nach verwertbaren Futterorganismen zu durchsuchen. Dadurch gehören sie zu den sogenannten Sandgrundeln beziehungsweise Sandsiebern.

Zur aquaristischen Haltung:

Die Krabbenaugengrundel benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium mit einer ausreichend großen, freien Sandfläche. Der Bodengrund ist für diese Art nicht nur Aufenthaltsort, sondern gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil ihrer natürlichen Nahrungsaufnahme.

Signigobius biocellatus nimmt kontinuierlich kleine Mengen Sand mit dem Maul auf und durchsiebt diesen nach Kleinstlebewesen und organischen Futterbestandteilen. Der gereinigte Sand wird anschließend über die Kiemenöffnungen beziehungsweise das Maul wieder abgegeben. Dieses Verhalten ist den ganzen Tag über zu beobachten.

Durch das kontinuierliche Durcharbeiten der oberen Sandschicht wird der Bodengrund regelmäßig bewegt und optisch sauber gehalten. Die Krabbenaugengrundel kann dadurch einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Pflege des Sandbodens leisten. Sie sollte jedoch nicht ausschließlich als „Sandreiniger“ betrachtet werden, da ihre Ernährungsansprüche deutlich wichtiger sind als dieser praktische Nebeneffekt.

Für eine erfolgreiche Haltung sollte ein ausreichend großer Bereich mit feinem, nicht scharfkantigem Sand vorhanden sein. Grober Korallenbruch oder scharfkantiger Bodengrund ist ungeeignet, da die Grundel den Sand kontinuierlich mit dem Maul aufnimmt und durch die Kiemen bewegt.

Besonders wichtig ist ein biologisch reifer Bodengrund mit einer gut entwickelten Mikrofauna. Ein frisch eingerichtetes oder biologisch noch sehr junges Aquarium bietet häufig nicht genügend natürliche Futterorganismen. Signigobius biocellatus sollte deshalb vorzugsweise in ein gut eingefahrenes Aquarium eingesetzt werden.

Die Krabbenaugengrundel gehört zu den Arten, bei denen die Ernährung besonders aufmerksam beobachtet werden muss. In der Natur werden kleine Krebstiere, Würmer und andere benthische Kleinstlebewesen aus dem Sand aufgenommen. In einem Aquarium kann dieses natürliche Nahrungsangebot insbesondere bei kleinen Sandflächen schnell zurückgehen.

Eine zusätzliche und regelmäßige Fütterung ist deshalb unbedingt erforderlich. Geeignet sind kleine Frostfuttersorten wie Mysis, Cyclops und fein zerkleinerter Krill. Auch hochwertiges, langsam sinkendes Granulatfutter in geeigneter Größe kann von eingewöhnten Tieren angenommen werden.

Das Futter sollte gezielt in Bodennähe angeboten werden. Bei schnellen und durchsetzungsfähigen Futterkonkurrenten muss besonders darauf geachtet werden, dass die Krabbenaugengrundel tatsächlich ausreichend Nahrung erhält. Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind deutlich empfehlenswerter als eine einzelne große Fütterung.

Der Ernährungszustand sollte regelmäßig kontrolliert werden. Ein eingefallener Bauch ist ein ernst zu nehmendes Zeichen dafür, dass das Tier nicht ausreichend Nahrung aufnimmt. Die bloße Anwesenheit eines Sandbodens bedeutet nicht automatisch, dass dauerhaft genügend natürliche Futterorganismen vorhanden sind.

Signigobius biocellatus ist besonders interessant für die Paarhaltung. Die Tiere werden in der Natur häufig paarweise beobachtet und können auch im Aquarium als harmonierendes Paar gepflegt werden. Dabei halten sich die Partner meist eng beieinander und durchsuchen gemeinsam den Bodengrund.

Bei der Zusammenstellung eines Paares ist allerdings Vorsicht geboten. Äußerliche Geschlechtsunterschiede sind nur schwer beziehungsweise nicht zuverlässig zu erkennen. Zwei zufällig zusammengesetzte Tiere müssen daher nicht automatisch harmonieren.

Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigt sich die Krabbenaugengrundel in der Regel sehr verträglich. Aggressive oder stark territoriale Bodenbewohner sollten jedoch vermieden werden, da sie die Grundel von wichtigen Sandflächen und Futterplätzen verdrängen können.

Auch sehr hektische Fische sind nicht optimal, wenn sie der Grundel regelmäßig das Futter wegnehmen. Ein eher friedlich besetztes Riffaquarium mit ausreichend Bodenfläche bietet die besten Voraussetzungen.

Korallen werden von Signigobius biocellatus nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Beim Sandsieben kann allerdings Sand auf niedrig stehende Korallen und Ableger gelangen. Besonders empfindliche Korallen sollten deshalb nicht unmittelbar auf der Sandfläche beziehungsweise direkt neben den bevorzugten Futterbereichen der Grundel platziert werden.

Der Riffaufbau sollte standsicher gestaltet werden. Auch wenn Signigobius biocellatus nicht zu den extremsten Höhlenbauern gehört, können Bereiche des Bodengrundes bewegt und verändert werden. Größere Riffstrukturen sollten daher grundsätzlich nicht ausschließlich auf losem Sand stehen.

Ein besonders wichtiger Punkt ist die Sprungfähigkeit. Krabbenaugengrundeln können insbesondere während der Eingewöhnung, bei Schreckreaktionen oder bei Auseinandersetzungen aus dem Aquarium springen. Eine lückenlose Abdeckung beziehungsweise ein engmaschiger Springschutz ist daher dringend erforderlich.

Das Aquarium sollte über eine sehr gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, moderate bis abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Entscheidend für die langfristige Haltung sind vor allem eine ausreichend große Sandfläche, ein biologisch reifer Bodengrund und eine zuverlässige zusätzliche Fütterung.

Lateinischer Name:
• Signigobius biocellatus

Deutscher Name:
• Krabbenaugengrundel

Größe:
• Endgröße: ca. 6–7 cm
• Aktuelle Größe: 3–4 cm

Aquariengröße:
• ab ca. 150 Liter
• ausreichend große freie Sandfläche besonders wichtig
• gut eingefahrenes Aquarium empfohlen

Bodengrund:
• feiner, nicht scharfkantiger Sand The Sand Bahama Nature , The Sand Bahama White
• ausreichend große und zugängliche Sandfläche
• biologisch reifer Bodengrund mit natürlicher Mikrofauna von Vorteil
• grober und scharfkantiger Korallenbruch ungeeignet
• Riffaufbau standsicher gestalten

Temperatur:
• 24°C – 27°C

Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina
• hochwertiges Flockenfutter Veggie Flakes
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
• natürliche Mikrofauna im Sand als zusätzliche Nahrungsquelle

Schwierigkeitsgrad:
• mittel bis anspruchsvoll
• zuverlässige Futteraufnahme besonders wichtig
• nicht für frisch eingerichtete Aquarien empfohlen
• Ernährungszustand regelmäßig kontrollieren

Vergesellschaftung:
• friedlicher Riffbewohner
• Einzelhaltung oder als harmonierendes Paar
• Paarhaltung besonders interessant
• gegenüber den meisten friedlichen Meerwasserfischen gut verträglich
• aggressive und territoriale Bodenbewohner vermeiden
• starke Futterkonkurrenten können problematisch sein
• ausreichend freie Sandfläche zur Verfügung stellen
• sehr gut für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden nicht gefressen
• niedrig stehende Korallen vor aufgewirbeltem beziehungsweise ausgesiebtem Sand schützen
• Aquarium unbedingt lückenlos gegen Herausspringen sichern

Hinweis: Signigobius biocellatus ist ein faszinierender Sandsieber, der kontinuierlich Sand aufnimmt und nach kleinen Krebstieren, Würmern und anderen Futterorganismen durchsucht. Dadurch wird die obere Sandschicht regelmäßig bewegt und sauber gehalten. Dieser positive Nebeneffekt darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Krabbenaugengrundel hohe Ansprüche an die Nahrungsversorgung stellt. Ein gut eingefahrenes Aquarium mit einer ausreichend großen, biologisch aktiven Sandfläche und regelmäßiger zusätzlicher Fütterung ist für eine langfristig erfolgreiche Haltung besonders wichtig. Ein eingefallener Bauch ist ein deutliches Warnsignal und sollte niemals als normaler Körperzustand angesehen werden.

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Wichtig für die Pflege von Korallen und Fischen

ist die konstante Einhaltung der Salinität, sowie der Einsatz eines guten Meersalzes, wie dem Fauna Marin Professional Sea Salt.

Die Salinität sollte immer zwischen 34/35 Promille liegen, respektive 1.022 und 1.024 Dichte. Eine regelmäßige Überprüfung der Dichte ist ein absolutes Muss in der Meerwasseraquaristik.


Weitere Informationen zu unseren Tieren und und Anwendungshinweise zu unseren Produkten finden Sie auf https://www.faunamarin.de/support-downloads/

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