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Rhynchocinetes durbanensis – Durban-Tanzgarnele

Produktinformationen "Rhynchocinetes durbanensis – Durban-Tanzgarnele"

Rhynchocinetes durbanensis – die Durban-Tanzgarnele – ist eine auffällig gezeichnete und ausgesprochen interessante Garnele für das Meerwasseraquarium. Charakteristisch sind ihre rot-weiße Zeichnung, der markante Körperbau und das lebhafte Verhalten. Ihren Namen „Tanzgarnele“ verdankt sie den typischen rhythmischen beziehungsweise wippenden Bewegungen, die besonders bei aktiven Tieren gut beobachtet werden können.
Die Durban-Tanzgarnele gehört zur Familie Rhynchocinetidae. Auffällig ist das nach oben gebogene Rostrum an der Vorderseite des Körpers. Zusammen mit der kontrastreichen Zeichnung lässt sich die Garnele dadurch gut von vielen anderen in der Meerwasseraquaristik gepflegten Garnelen unterscheiden.
Rhynchocinetes durbanensis ist im Indopazifik verbreitet und bewohnt dort felsige und riffnahe Lebensräume. Die Tiere halten sich bevorzugt in strukturreichen Bereichen mit Spalten, Überhängen und Höhlen auf.
Im Aquarium ist die Durban-Tanzgarnele häufig während der Dämmerung und Nacht besonders aktiv. Tagsüber können sich die Tiere längere Zeit in geschützten Bereichen des Riffaufbaus aufhalten. Nach der Eingewöhnung lassen sie sich insbesondere während der Fütterung regelmäßig beobachten.
Besonders interessant für die Meerwasseraquaristik ist, dass Rhynchocinetes durbanensis Glasrosen (Aiptasia) fressen kann. Die Garnelen können kleine Glasrosen beziehungsweise erreichbares Gewebe der Anemonen aufnehmen und dadurch bei der biologischen Kontrolle eines Glasrosenbestandes unterstützen.
Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass nicht jedes Tier Glasrosen mit der gleichen Intensität frisst. Die Aufnahme von Aiptasia ist deshalb nicht als Garantie für eine vollständige Beseitigung von Glasrosen zu verstehen.

Zur aquaristischen Haltung:
Rhynchocinetes durbanensis benötigt ein gut strukturiertes Meerwasseraquarium mit ausreichend Riffgestein, Spalten, Höhlen und Überhängen.
Geschützte Rückzugsbereiche sind besonders wichtig, da die Garnelen während des Tages und insbesondere nach einer Häutung Schutz benötigen.
Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Bei eingeschalteter Beleuchtung halten sie sich häufig unter Überhängen oder zwischen Riffsteinen auf. Mit zunehmender Eingewöhnung können sie jedoch auch tagsüber häufiger sichtbar werden.
Die Durban-Tanzgarnele ist ein opportunistischer Allesfresser. Sie sucht Riffgestein, Spalten und andere erreichbare Bereiche nach verwertbarer Nahrung ab.
Neben Glasrosen können Detritus, Futterreste, kleine tierische Nahrungspartikel und verschiedene organische Materialien aufgenommen werden.
Gerade die mögliche Aufnahme von Glasrosen macht Rhynchocinetes durbanensis für Aquarien mit Aiptasia-Bestand interessant.
Kleine Glasrosen können von den Garnelen bearbeitet und gefressen werden. Auch bei größeren Exemplaren kann an erreichbarem Gewebe gefressen werden.
Eine Garantie für die vollständige Beseitigung eines Glasrosenbestandes gibt es jedoch nicht. Das individuelle Fressverhalten kann unterschiedlich ausgeprägt sein und hängt unter anderem vom vorhandenen alternativen Nahrungsangebot ab.
Bei starkem Glasrosenbefall sollte Rhynchocinetes durbanensis daher als mögliche biologische Unterstützung und nicht als garantiertes Mittel zur vollständigen Entfernung aller Aiptasia betrachtet werden.
Die Art besitzt gleichzeitig einen wichtigen Unterschied zu stärker spezialisierten Glasrosenfressern: Rhynchocinetes durbanensis ist kein Nahrungsspezialist.
Nach dem Verschwinden der Glasrosen kann die Garnele problemlos mit anderen geeigneten Futtermitteln weiter ernährt werden.
Geeignet sind beispielsweise Mysis, Cyclops, fein zerkleinerter Krill und verschiedene hochwertige Granulatfutter. Soft MultiMix und Soft Protein Superfood können ebenfalls angeboten werden.
In einem gut besetzten Aquarium finden die Tiere zusätzlich verschiedene verwertbare Futterreste. Trotzdem sollte man sich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass genügend Nahrung zufällig zwischen den Riffsteinen liegen bleibt.
Eine gezielte Fütterung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nur wenige Fische gefüttert werden oder das Aquarium sehr nährstoffarm betrieben wird.
Bei der Haltung im klassischen Korallenriffaquarium muss berücksichtigt werden, dass Rhynchocinetes durbanensis nicht uneingeschränkt als riffsicher bezeichnet werden sollte.
Die Garnele ist ein opportunistischer Allesfresser und kann neben Glasrosen auch an anderen sessilen Wirbellosen beziehungsweise deren Gewebe interessiert sein.
Insbesondere bei fleischigen Korallen, geschwächten Korallen, kleinen Polypen und anderen leicht erreichbaren sessilen Wirbellosen sollte das Verhalten beobachtet werden.
Auch Zoanthus beziehungsweise Krustenanemonen und andere polypenreiche Tiere können je nach individuellem Verhalten interessant werden.
Aus diesem Grund eignet sich Rhynchocinetes durbanensis besonders für Aquarianer, die ihre interessante Lebensweise beziehungsweise die mögliche Glasrosenkontrolle nutzen möchten und bereit sind, das Verhalten gegenüber dem vorhandenen Korallenbesatz zu beobachten.
Für besonders wertvolle oder empfindliche Korallenbestände ist die Art nur mit entsprechender Abwägung zu empfehlen.
Gegenüber gesunden Fischen verhält sich die Durban-Tanzgarnele normalerweise friedlich. Kleine, friedliche Fische stellen grundsätzlich kein Problem dar, sofern diese ihrerseits keine Garnelen fressen.
Große Lippfische, Drückerfische, Kugelfische und andere spezialisierte beziehungsweise opportunistische Krebstierfresser sind keine geeigneten Mitbewohner.
Auch bei der Vergesellschaftung mit anderen Garnelen und kleinen Wirbellosen sollte berücksichtigt werden, dass Rhynchocinetes durbanensis ein opportunistischer Nahrungssucher ist.
Ein ausreichend großes und stark strukturiertes Aquarium reduziert Konkurrenz und ermöglicht den Tieren, eigene Rückzugsbereiche zu nutzen.
Wie alle Garnelen wächst Rhynchocinetes durbanensis durch regelmäßige Häutungen. Dabei wird das alte Außenskelett vollständig abgestreift.
Unmittelbar nach der Häutung ist der neue Panzer noch weich. Die Garnele ist in dieser Phase besonders empfindlich und zieht sich normalerweise in eine geschützte Spalte oder Höhle zurück.
Ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sind deshalb unverzichtbar.
Eine abgestreifte Garnelenhaut kann einem verstorbenen Tier täuschend ähnlich sehen. Wird eine nahezu vollständige Garnelenhülle im Aquarium gefunden, sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob sich das frisch gehäutete Tier lediglich versteckt.
Die zurückbleibende Häutungshülle kann im Aquarium belassen werden. Garnelen und andere Krebstiere können Bestandteile davon wieder aufnehmen.
Stabile Wasserwerte sind für die Haltung von Rhynchocinetes durbanensis besonders wichtig. Schnelle Veränderungen des Salzgehaltes sollten vermieden werden.
Nach dem Transport empfiehlt sich deshalb eine langsame und sorgfältige Eingewöhnung an das Aquarienwasser.
Wie andere Krebstiere reagiert auch die Durban-Tanzgarnele empfindlich auf Kupfer. Kupferhaltige Medikamente dürfen nicht in einem Aquarium mit diesen Garnelen eingesetzt werden.

Lateinischer Name:
• Rhynchocinetes durbanensis

Deutscher Name:
• Durban-Tanzgarnele

Herkunft:
• Indopazifik
• tropische Riffregionen
• felsige und korallenreiche Lebensräume
• strukturreiche Bereiche mit Spalten, Höhlen und Überhängen

Größe:
• Endgröße: ca. 4–5 cm
• durch Fühler und Rostrum wirkt das Tier entsprechend größer
• Aktuelle Größe: ❓

Aquariengröße:
• ab ca. 60 Liter empfohlen
• gut strukturierter Riffaufbau erforderlich
• zahlreiche Höhlen, Spalten und Überhänge anbieten
• bei mehreren Tieren entsprechend mehr Rückzugsmöglichkeiten bereitstellen

Temperatur:
• ca. 24°C – 27°C

Futter:
• Allesfresser
• Glasrosen (Aiptasia)
• Detritus
• verwertbare Futterreste
• kleine tierische Nahrungspartikel
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
• bei geringem natürlichem Nahrungsangebot gezielt zufüttern

Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• bei stabilen Wasserwerten gut haltbar
• strukturreicher Riffaufbau erforderlich
• ausreichend Rückzugsmöglichkeiten besonders während der Häutung wichtig
• Verhalten gegenüber Korallen und anderen Wirbellosen beobachten
• langsame Eingewöhnung empfohlen

Vergesellschaftung:
• gegenüber gesunden Fischen normalerweise friedlich
• gut mit friedlichen Fischen kombinierbar
• keine großen oder spezialisierten Garnelen- beziehungsweise Krebstierfresser einsetzen
• Verhalten gegenüber kleinen Wirbellosen beobachten
• Verhalten gegenüber Korallen und anderen sessilen Wirbellosen beobachten
• nicht uneingeschränkt als riffsicher betrachten
• ausreichend Rückzugsmöglichkeiten anbieten
• keine kupferhaltigen Medikamente verwenden

Glasrosenkontrolle:
• Rhynchocinetes durbanensis kann Glasrosen (Aiptasia) fressen
• besonders kleine und gut erreichbare Glasrosen können als Nahrung angenommen werden
• kann einen vorhandenen Glasrosenbestand reduzieren
• interessante Möglichkeit zur biologischen Unterstützung bei der Glasrosenkontrolle
• kein ausschließlich auf Glasrosen spezialisierter Fresser
• individuelles Fressverhalten kann unterschiedlich sein
• vollständige Beseitigung aller Glasrosen kann nicht garantiert werden
• vorhandenes alternatives Futter kann die Intensität der Glasrosenjagd beeinflussen
• nach dem Verschwinden der Glasrosen problemlos mit anderen Futtermitteln weiter ernährbar

Riffaquarium:
• nur bedingt beziehungsweise mit Beobachtung als riffsicher einzustufen
• Glasrosen können gefressen werden
• gleichzeitig opportunistischer Allesfresser
• Interesse an anderen sessilen Wirbellosen kann nicht ausgeschlossen werden
• empfindliche und fleischige Korallen besonders beobachten
• auch kleine Polypen beziehungsweise Krustenanemonen können potenziell untersucht werden
• für Aquarien mit besonders wertvollem empfindlichem Korallenbestand nur nach entsprechender Abwägung

Häutung:
• wächst durch regelmäßige Häutungen
• altes Außenskelett wird abgestreift
• neuer Panzer ist unmittelbar nach der Häutung zunächst weich
• frisch gehäutete Tiere sind besonders empfindlich
• Garnelen ziehen sich während dieser Phase häufig in Höhlen und Spalten zurück
• ausreichend geschützte Rückzugsmöglichkeiten anbieten
• abgestreifte Häutungshülle kann wie ein verstorbenes Tier aussehen
• Häutungshülle kann normalerweise im Aquarium verbleiben

Verhalten:
• überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
• tagsüber häufig unter Überhängen und in Spalten
• nach erfolgreicher Eingewöhnung teilweise auch tagsüber sichtbar
• charakteristische wippende beziehungsweise „tanzende“ Bewegungen
• aktive Nahrungssuche auf und zwischen Riffstrukturen
• interessantes Beobachtungstier

Funktion im Aquarium:
• opportunistischer Resteverwerter
• sucht Riffstrukturen nach verwertbarer Nahrung ab
• nimmt verschiedene organische Futterbestandteile auf
• kann Glasrosen fressen
• kann dadurch die biologische Kontrolle von Aiptasia unterstützen
• kein spezialisierter ausschließlicher Glasrosenfresser

Besonderheiten:
• auffällige rot-weiße Zeichnung
• charakteristisches gebogenes Rostrum
• interessante „tanzende“ beziehungsweise wippende Bewegungen
• besonders während Dämmerung und Nacht aktiv
• kann Glasrosen fressen
• benötigt nach dem Verschwinden der Glasrosen keine spezielle Aiptasia-Ernährung
• nimmt problemlos verschiedene andere geeignete Futtermittel auf
• opportunistischer Allesfresser
• Korallenverträglichkeit individuell beobachten

Hinweis: Rhynchocinetes durbanensis ist eine auffällig gezeichnete und interessante Tanzgarnele, die insbesondere durch ihre mögliche Unterstützung bei der Glasrosenkontrolle interessant ist. Die Tiere können Glasrosen (Aiptasia) fressen und einen vorhandenen Bestand reduzieren. Da das Fressverhalten individuell unterschiedlich ausfallen kann, sollte eine vollständige Beseitigung der Glasrosen jedoch nicht garantiert werden. Gleichzeitig ist die Durban-Tanzgarnele ein opportunistischer Allesfresser und daher nicht uneingeschränkt als riffsicher einzustufen. Ein Interesse an anderen sessilen Wirbellosen beziehungsweise empfindlichen Korallen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Nach dem Verschwinden der Glasrosen können die Garnelen problemlos mit Frost- und geeignetem Trockenfutter weiter ernährt werden.