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Cryptocentrus cinctus NZ + Alpheus bellulus

Produktinformationen "Cryptocentrus cinctus NZ + Alpheus bellulus"

Die Kombination aus Cryptocentrus cinctus und Alpheus bellulus gehört zu den faszinierendsten Symbiosen, die sich im Meerwasseraquarium beobachten lassen. Die Gelbe Wächtergrundel und der Tigerknallkrebs bilden eine enge Lebensgemeinschaft, bei der beide Tiere voneinander profitieren: Der Knallkrebs baut und pflegt die gemeinsame Wohnhöhle, während die Grundel aufmerksam die Umgebung beobachtet und den Krebs vor möglichen Gefahren warnt.

Besonders hervorzuheben ist die Herkunft unserer angebotenen Cryptocentrus cinctus: Bei der Grundel handelt es sich um eine Nachzucht (NZ) und nicht um einen Wildfang. Die Tiere sind bereits von klein auf an die Bedingungen im Aquarium und an die regelmäßige Fütterung mit geeignetem Ersatzfutter gewöhnt. Die Nachzucht reduziert zudem die Entnahme von Wildtieren aus natürlichen Riffbeständen und stellt damit eine besonders interessante Wahl für eine nachhaltigere Meerwasseraquaristik dar.

Cryptocentrus cinctus ist im westlichen Pazifik verbreitet und bewohnt dort sandige und geröllreiche Bereiche in Lagunen und Korallenriffen. Die Grundel lebt bevorzugt in enger Gemeinschaft mit Knallkrebsen der Gattung Alpheus. Alpheus bellulus, der Tigerknallkrebs, ist aufgrund seiner auffälligen Zeichnung und seines ausgeprägten Grabverhaltens einer der beliebtesten Symbiosekrebse für das Riffaquarium.

Das Zusammenspiel beider Tiere ist besonders interessant zu beobachten. Da der Knallkrebs nur eingeschränkt sehen kann, hält er beim Verlassen der Höhle mit seinen langen Antennen regelmäßig Körperkontakt zur Grundel. Die Grundel übernimmt die Rolle des Wächters und beobachtet aufmerksam die Umgebung. Erkennt sie eine mögliche Gefahr, signalisiert sie dies durch entsprechende Körperbewegungen. Bei unmittelbarer Bedrohung ziehen sich beide Tiere schnell in die gemeinsame Wohnhöhle zurück.

Zur aquaristischen Haltung:

Für die erfolgreiche Haltung von Cryptocentrus cinctus und Alpheus bellulus sollte das Aquarium über einen ausreichend hohen Sandboden (The Sand Bahama White) , (The Sand Bahama Nature) mit unterschiedlichen Körnungen verfügen. Kleine Steinchen, Korallenbruch und Muschelstücke können dem Knallkrebs zusätzlich als Baumaterial angeboten werden. Der Tigerknallkrebs verbringt einen großen Teil seiner Zeit damit, die gemeinsame Höhle zu graben, auszubauen und kontinuierlich zu verändern.

Besonders wichtig ist ein standsicherer Riffaufbau. Steine und größere Riffstrukturen sollten direkt und sicher auf dem Aquarienboden beziehungsweise einer geeigneten Unterkonstruktion stehen und nicht ausschließlich auf losem Sand aufliegen. Alpheus bellulus kann große Mengen Bodengrund bewegen und Bereiche unterhalb von Steinen freilegen. Nicht ausreichend gesicherte Riffaufbauten können dadurch instabil werden.

Die Gelbe Wächtergrundel hält sich überwiegend am Eingang der gemeinsamen Höhle und in unmittelbarer Nähe des Bodengrundes auf. Von dort beobachtet sie aufmerksam ihre Umgebung. Nach erfolgreicher Eingewöhnung zeigt sich Cryptocentrus cinctus häufig neugierig und gut sichtbar vor der Höhle.

Unsere angebotenen Cryptocentrus cinctus sind Nachzuchten. Gerade bei Meerwasserfischen ist dies ein wesentlicher Vorteil, da Nachzuchten bereits unter kontrollierten Aquarienbedingungen aufgewachsen sind und übliche Futtersorten in der Regel zuverlässig akzeptieren. Sie müssen sich nicht erst von einem natürlichen Rifflebensraum auf die Bedingungen eines Aquariums umstellen.

Die Ernährung der Gelben Wächtergrundel ist unkompliziert und sollte abwechslungsreich gestaltet werden. Geeignet sind Frostfutter wie Mysis, Krill und Cyclops sowie hochwertiges Granulatfutter in passender Größe. Das Futter sollte möglichst in die Nähe des Aufenthaltsbereichs gegeben werden, damit die Grundel ausreichend Nahrung aufnehmen kann.

Alpheus bellulus nimmt verschiedene tierische Futtermittel und Futterreste auf. Kleine Stücke Mysis, Krill oder andere marine Futtermittel werden gerne angenommen. Häufig gelangen Futterpartikel direkt in den Bereich der gemeinsamen Höhle, wo sie vom Knallkrebs aufgenommen werden.

Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Besonders während der Eingewöhnung sollte darauf geachtet werden, dass sowohl die Grundel als auch der Knallkrebs ausreichend Nahrung erhalten.

Gegenüber den meisten friedlichen Riffbewohnern zeigt sich Cryptocentrus cinctus in der Regel unkompliziert. Die Grundel kann den unmittelbaren Bereich ihrer Wohnhöhle gegenüber anderen bodenbewohnenden Grundeln verteidigen, ist außerhalb ihres Reviers jedoch meist friedlich.

Auch Alpheus bellulus ist im normalen Riffaquarium grundsätzlich gut zu vergesellschaften. Das typische Knallgeräusch des Krebses entsteht durch das extrem schnelle Schließen seiner spezialisierten Schere und kann besonders in ruhigen Abend- und Nachtstunden deutlich hörbar sein. Dieses Verhalten ist vollkommen natürlich.

Cryptocentrus cinctus und Alpheus bellulus sind sehr gut für ein Riffaquarium geeignet. Korallen werden normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Durch die Grabaktivität des Knallkrebses kann allerdings Sand auf niedrig stehende Korallen gelangen. Empfindliche Korallen sollten deshalb mit ausreichend Abstand zum Bodengrund platziert werden.

Das Aquarium sollte über stabile Wasserwerte, eine gute Sauerstoffversorgung und eine abwechslungsreiche Strömung verfügen. Im unmittelbaren Bereich der Wohnhöhle sollte die Strömung nicht so stark sein, dass der vom Knallkrebs aufgebaute Bodengrund permanent weggeweht wird.

Lateinischer Name:

• Cryptocentrus cinctus
• Alpheus bellulus

Deutscher Name:

• Gelbe Wächtergrundel
• Gelbe Symbiosegrundel
• Tigerknallkrebs

Herkunft:

• Cryptocentrus cinctus: Nachzucht (NZ)
• Grundel unter Aquarienbedingungen aufgezogen
• Alpheus bellulus: Indopazifik (Indonesien, Philippinen u. a.)

Größe:

• Endgröße Grundel: ca. 8–10 cm
• Endgröße Knallkrebs: ca. 4–5cm
• Aktuelle Größe Grundel: ca. 4–5cm
• Aktuelle Größe Knallkrebs: ca. 3cm

Aquariengröße:

• ab ca. 150 Liter
• ausreichend Bodenfläche und strukturierter Sandboden erforderlich

Temperatur:

• 24°C – 27°C

Bodengrund:

• ausreichend hoher Sandboden
• feiner bis mittelgrober Sand
• kleine Steinchen und Korallenbruch als Baumaterial
• Riffaufbau unbedingt gegen Untergraben sichern

Futter:

• Frostfutter (Mysis,Krill, Cyclops)
• hochwertiges Granulatfutter Soft Multimix , Soft Protein Superfood
• kleine marine Futterorganismen (Zooplankton) Ocean Plankton , Fish Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer

Schwierigkeitsgrad:

• einfach bis mittel

Vergesellschaftung:

• ideale Kombination aus Symbiosegrundel und Knallkrebs
• gegenüber den meisten friedlichen Riffbewohnern gut verträglich
• Grundel kann den unmittelbaren Bereich der Wohnhöhle verteidigen
• ausreichend Abstand zu anderen territorialen Bodenbewohnern schaffen
• sehr gut für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gefressen
• niedrig stehende Korallen vor aufgewirbeltem oder umgelagertem Sand schützen
• Riffaufbau unbedingt standsicher gestalten

Hinweis: Bei der von uns angebotenen Cryptocentrus cinctus handelt es sich um eine Nachzucht (NZ). Die Grundel ist bereits unter Aquarienbedingungen aufgewachsen und an die regelmäßige Fütterung mit geeignetem Ersatzfutter gewöhnt. Gemeinsam mit Alpheus bellulus lässt sich eine der faszinierendsten natürlichen Lebensgemeinschaften im Meerwasseraquarium beobachten. Der Knallkrebs übernimmt den Bau und die Pflege der gemeinsamen Wohnhöhle, während die Grundel als aufmerksamer Wächter fungiert. Für eine erfolgreiche Haltung sind insbesondere ein geeigneter Sandboden, ausreichend Baumaterial und ein gegen Untergraben gesicherter Riffaufbau wichtig.