Der Seegras- oder Tangfeilenfisch ist ein außergewöhnlicher und zugleich nützlicher Bewohner für das Meerwasseraquarium. Mit seiner ungewöhnlichen Körperform, der variablen Färbung und seiner Fähigkeit, sich optisch hervorragend an seine Umgebung anzupassen, ist Acreichthys tomentosus ein interessanter Pflegling. Besonders bekannt ist die Art dafür, Glasrosen (Aiptasia) zu fressen, weshalb sie häufig gezielt zur biologischen Kontrolle eingesetzt werden.
Bei den von uns angebotenen Tieren handelt es sich um Nachzuchten (NZ). Nachzuchttiere sind bereits an die Bedingungen im Aquarium sowie an die Aufnahme verschiedener angebotener Futtersorten gewöhnt und stellen eine attraktive Alternative zu Wildfängen dar.
Acreichthys tomentosus ist im tropischen Indopazifik verbreitet und bewohnt vor allem geschützte, strukturreiche Bereiche mit Seegras, Algenbewuchs und Korallen. Durch seine Körperform und seine wechselnde Färbung kann er sich hervorragend zwischen Algen und anderen Strukturen tarnen. Dabei bewegt er sich meist ruhig und gezielt durch das Riff.
Zur aquaristischen Haltung:
Der Seegras- oder Tangfeilenfisch lässt sich bei stabilen Wasserwerten vergleichsweise unkompliziert pflegen. Das Aquarium sollte gut eingefahren und abwechslungsreich strukturiert sein. Felsaufbauten, Höhlen und bewachsene Bereiche bieten dem Tier Rückzugsmöglichkeiten und entsprechen seinem natürlichen Verhalten.
Besonders geschätzt wird Acreichthys tomentosus als natürlicher Fressfeind von Glasrosen (Aiptasia). Viele Tiere nehmen Glasrosen zuverlässig an, eine Garantie dafür besteht jedoch nicht, da das Fressverhalten individuell unterschiedlich ausgeprägt sein kann.
Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigt sich der Seegrasfeilenfisch in der Regel verträglich. Bei der Vergesellschaftung mit sehr aggressiven oder ausgesprochen hektischen Fischen ist dagegen Vorsicht geboten, da der eher ruhige Feilenfisch dadurch unter Stress geraten kann.
Bei der Haltung im Riffaquarium sollte berücksichtigt werden, dass Acreichthys tomentosus nicht uneingeschränkt als riffsicher bezeichnet werden kann. Einzelne Tiere können neben Glasrosen auch an Korallenpolypen oder anderen sessilen Wirbellosen zupfen. Das Verhalten unterscheidet sich von Tier zu Tier und sollte insbesondere in stark mit Korallen besetzten Aquarien beobachtet werden.
Die Ernährung sollte abwechslungsreich gestaltet werden. Neben Glasrosen werden Frostfuttersorten wie Mysis und Krill angenommen. Auch hochwertiges Granulat- und Flockenfutter kann angeboten werden. Eine regelmäßige und abwechslungsreiche Fütterung ist insbesondere dann wichtig, wenn im Aquarium keine oder nur wenige Glasrosen vorhanden sind.
Das Aquarium sollte über stabile Wasserwerte, eine gute Filterung und ausreichend Versteckmöglichkeiten verfügen. Aufgrund seines eher ruhigen Schwimmverhaltens benötigt der Seegrasfeilenfisch weniger freien Schwimmraum als viele Doktorfische, sollte jedoch trotzdem nicht in zu kleinen Aquarien gehalten werden.
Lateinischer Name:
• Acreichthys tomentosus
Deutscher Name:
• Seegrasfeilenfisch
• Tangfeilenfisch
Herkunft:
• ursprünglich Indopazifik (Australien, Indonesien, Japan)
• Nachzucht (NZ)
• keine Wildfänge
• unter Aquarienbedingungen aufgezogen
• bereits an geeignetes Ersatzfutter gewöhnt
Größe:
• Endgröße: ca. 10–12 cm
• Aktuelle Größe: 4cm
Aquariengröße:
• ab ca. 250 Liter
Temperatur:
• 24 °C – 27 °C
Futter:
• Frostfutter (Krill,Mysis, Cyclops)
• Zooplankton
• hochwertiges Flockenfutter
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden
Food Energizer• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• mehrere kleinere Fütterungen täglich empfehlenswert
• Glasrosen (Aiptasia) werden häufig gefressen
Schwierigkeitsgrad:
• leicht bis mittel
Vergesellschaftung:
• gut mit friedlichen Riffbewohnern zu vergesellschaften
• nicht mit stark aggressiven oder sehr dominanten Fischen vergesellschaften
• ausreichend Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
• bei Korallen und sessilen Wirbellosen das individuelle Verhalten beobachten
Besonderheit:
• Bei den angebotenen Tieren handelt es sich um Nachzuchten.
• Bekannt als natürlicher Fressfeind von Glasrosen (Aiptasia).
• Ob und in welchem Umfang Glasrosen gefressen werden, ist vom jeweiligen Tier abhängig und kann nicht garantiert werden.
• Nur bedingt riffsicher, da einzelne Tiere an Korallen oder anderen sessilen Wirbellosen zupfen können.
Hinweis: Acreichthys tomentosus ist insbesondere wegen seiner möglichen Wirkung gegen Glasrosen ein beliebter Aquarienbewohner. Der Einsatz sollte jedoch nicht ausschließlich zur Glasrosenbekämpfung erfolgen. Auch nach dem Verschwinden der Glasrosen benötigt der Fisch eine abwechslungsreiche und regelmäßige Ernährung.